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Der fliegende Holländer
Romantische Oper in drei Aufzügen

Dichtung vom Komponisten

Sa 20.05.2017, 19:30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
Karten: 16 - 75 € Ticket
 
Spieldauer: Duration: about 2 ¼ hours, no interval
Dauer: ca. 2 ¼ Stunden, keine Pause
Duur: ca. 2 ¼ uur, geen pauze
Die Geschichte von dem ruhelosen, durch einen Fluch zu ewiger Fahrt auf dem Meer verdammten Seemann findet sich bereits in den antiken Sagen und ist in der Erzähltradition vieler Völker beheimatet. Richard Wagner (1813-1883) nannte es „das mythische Gedicht des Volkes“, das ihm „aus den Sümpfen des Lebens so wiederholt und mit unwiderstehlicher Anziehungskraft“ aufgetaucht sei.

Herzstück seines „Fliegenden Holländers“ ist die Ballade der Senta. Darin erzählt die junge Kapitänstochter ihren Spinnstubengefährtinnen von dem bleichen Mann, der verflucht ist, ewig auf den Weltmeeren umher zu segeln, bis er ein Weib fände, das ihn durch ihre Treue erlöst. Senta glaubt an die Vorsehung, diese Erlöserin zu sein. Wie ein Bild aus längst vergangener Zeit taucht der Holländer plötzlich in ihrem Leben auf. Sie gelobt ihm Treue bis in den Tod und hält ihr Versprechen, um ihre Sendung zu erfüllen.

Inhalt
1. AUFZUG
Ein Schiff sucht im Sturm den Schutz der Küste, ein Norweger, der Kapitän heißt Daland. Er schickt seine Mannschaft schlafen, und auch der wachthabende Steuermann schläft ein. Da legt ein zweites Schiff an, verlumpt, altertümlich, mit roten Segeln. Daland hat etwas gehört und kommt irritiert an Deck. Er entdeckt den fremden Kapitän, ebenfalls eine altertümliche Erscheinung mit sonderbaren Reden: Er sei Holländer, jetzt heimatlos, und er biete für die Aufnahme ins Haus des Norwegers große Schätze. Er führt die Schätze vor. Ob der andere eine Tochter habe? Ob er die nicht kennen lernen könne? Daland lädt den Fremden in sein Haus ein.

2. AUFZUG
In Dalands Haus arbeiten die Mädchen für die Aussteuer, nur die Tochter des Hauses, Senta, tut nicht mit. Sie steht vor Bildern des „Fliegenden Holländers“, des Ausgestoßenen, des Ketzers, und singt die Ballade von ihm: Einst habe er das Kap umsegeln wollen, habe Gott geflucht und sei nun verurteilt, mit seinem Schiff ewig weiter zu segeln; erlöst werden könne er nur durch eine Frau, treu bis in den Tod. Das ist Senta, der reichen Tochter, ein erwünschtes Schicksal. Da bringt Erik, ihr Liebhaber, die Nachricht von der Ankunft des Daland-Schiffs. Da er als Jäger kein erwünschter Schwiegersohn ist, will er wenigstens von Senta das Ja-Wort. Als sie ausweicht, erzählt Erik einen düsteren Traum: Sie sei mit dem Holländer übers Meer verschwunden. Daland kommt mit dem Fremden und lässt die beiden allein. Sie erkennen einander als die heimlich Versprochenen. Vor dem Holländer aber tut sich jetzt ein Problem auf: Plötzlich ist es ihm zuwider, dass das Mädchen sich für ihn opfern soll.

3. AUFZUG
Dalands Schiff und das Schiff des Holländers im Hafen, doch das fremde Schiff liegt wie tot. Die Mädchen bieten Getränke an, doch niemand meldet sich. Auf die Einladung, am Fest der glücklichen Landung teilzunehmen, antwortet nur ein spukhafter Gesang. Als nun die Verlobung Sentas mit dem Fremden gefeiert werden soll, platzt der Jäger Erik dazwischen, und es kommt zum Skandal. Der Holländer aber gibt seine Sache überraschend auf: Obwohl Senta ihm zeigt, dass sie zu ihm steht, steigt er auf sein Schiff und kommandiert die Abfahrt. Er will sie offenbar nicht mit in sein Unglück ziehen. Gerade von dem Mädchen, das ihm die Erlösung bringen würde, kann er sie nicht annehmen. Er will nicht ihr Opfer, er bringt sich selbst zum Opfer. So entdeckt er, was er nicht kannte und weshalb er auf der Erde herumirren musste: statt der Erlösung die Liebe.
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