Impressum21
Spielplan
Theater Hagen

 mehr
Printversion
  Details - Tagesaktuell
 zurück151
Gullivers Reise
Libretto von John von Düffel

Premiere
 
Di 03.10.2017, 18:00 Uhr
Theater Duisburg / Duisburg
Karten: 8 - 18 € Ticket
Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühne und Kostüme
Chorleitung
Dramaturgie
Kapitän / König
Steuermann / Skyresch
Maat / Besuffliput
Vaniliput
Smutje / Kammerherr
 
Spieldauer: Duur: ca. 1 ½ uur, één pauze
Dauer: ca. 1 ½ Stunden, keine Pause
Duration: approx. 1 ½ hours, one interval
Während eines Sturms erleidet der junge Gulliver Schiffbruch und wird als einziger Überlebender bewusstlos an den Strand der Insel Liliput gespült. Als er wieder zu sich kommt, traut er seinen Augen nicht: Die Inselbewohner sind winzig klein, gerade einmal so groß wie seine Hand. Vor lauter Angst vor dem gestrandeten Riesen würden die Liliputaner Gulliver am liebsten umbringen. Allein der klugen Vaniliput, die die Friedfertigkeit des Schiffbrüchigen erkennt, gelingt es, ihre Mitbürger von diesem Vorhaben abzubringen. Spätestens als Gulliver die feindliche Flotte der Nachbarinsel vertreibt, sind die Einheimischen von seinen guten Absichten und seiner Solidarität überzeugt. Doch auch wenn Gulliver in Vaniliput eine gute Freundin findet und das Vertrauen vieler Liliputaner gewinnt, macht er sich mit seinem diplomatischen Verhandlungsgeschick nicht nur Freunde. Der mächtige Admiral Skyresch wartet nur auf einen günstigen Augenblick, um Gulliver schaden zu können. Richtig brenzlig wird es, als der Königspalast in Brand gerät und Gulliver das Feuer nur mit dem Inhalt seiner Blase löschen kann. Wutentbrannt zerren die Inselbewohner Gulliver vor Gericht. Wird ihm sein guter Wille nun doch zum Verhängnis?

Mit Gerald Reschs (*1975) Familienoper „Gullivers Reise“ feiert die vierte Auftragskomposition im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ nach ihrer Uraufführung in Dortmund jetzt auch Premiere im Theater Duisburg. Basierend auf einem Kapitel von Jonathan Swifts Roman „Gullivers Reisen“ aus dem Jahr 1726 hat der Theaterautor John von Düffel ein Schauspiel geschrieben, das er nun in ein Opernlibretto umgearbeitet hat. Der für seine sensiblen Klänge bekannte österreichische Komponist Gerald Resch hat es als Familienoper vertont, die den Umgang mit der Verschiedenheit von Menschen und ihren Sichtweisen ins Zentrum stellt. „Gullivers Reise“ berichtet mit Witz und Emotion, wie Freundschaft über Äußerlichkeiten hinweg möglich ist, und dass es bei wahrer Größe nicht um die körperliche Statur geht, sondern um die Fähigkeit, Vorurteile überwinden zu können.

Zum ersten Mal wird der spanische Regisseur Marcelo Diaz an der Deutschen Oper am Rhein arbeiten, der in den fantasievollen Bühnenbildern von Tatjana Ivschina die große Oper um Gulliver und seine kleinen Freunde inszeniert.

***
Eine Kooperation der Deutschen Oper am Rhein mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn im Rahmen von „Junge Opern Rhein-Ruhr“

Inhalt
Vorspiel
In einer stürmischen Nacht erfährt der Schiffsjunge Gulliver, dass sein Vater gestorben ist. Andächtig verabschiedet sich die Mannschaft von seinem Kameraden und Gulliver erbt einen magischen Rubin. Staunend betrachtet er den Ring und als er an dem Stein dreht, erwacht sein Vater plötzlich. Alle sind erleichtert, der alte Trunkenbold war nur tief und fest eingeschlafen. Doch die Freude währt nicht lange. Das Schiff hat ein Leck und beginnt zu sinken. Die gesamte Mannschaft ertrinkt und Gulliver hofft, dass ihn der magische Ring retten kann.

Erstes Bild
Am Strand der Insel Liliput fordert Prinzessin Rosalila das Mädchen Vaniliput dazu auf, ihr die Meerhennen als Hofdamen zu überlassen. Das möchte Vaniliput nicht, denn sie hat die Hennen extra gezüchtet, damit sie kugelrunde Eier legen können, ohne spitzes und breites Ende. Damit will sie endlich den Krieg mit der Insel Blefusco beenden, denn seit Jahren streiten die Inselbewohner darüber, ob man das Ei am spitzen oder am breiten Ende aufschlagen darf.
Der König hat keine Zeit, um den Streit der beiden Mädchen zu beenden. Sein Großadmiral Skyresch berichtet eifrig, dass die gesamte Kriegsflotte von einem Riesen zerstört wurde. Erst kann der König nicht glauben, dass es Riesen gibt. Doch als auch er Gulliver erblickt, sind sich alle einig – der Riese muss sterben! Nur Vaniliput hat Mitleid mit ihm.

Zweites Bild
Gulliver konnte sich an den Strand von Lilliput retten. Als er aufwacht muss er feststellen, dass er gefesselt wurde und sich nicht bewegen kann und – dass er viel größer ist, als alle Häuser auf der Insel und vor allem als die winzigen Einwohner. Kurz nachdem ihn Vaniliput vor Skyresch warnen will, kommt er auch schon mit seinen Wachen, um Gulliver zu töten. Mutig stellt sich Vaniliput ihnen in den Weg. Um zu testen, ob der Riese gut oder böse ist, klettert sie freiwillig auf das Gesicht des Riesen und springt gemeinsam mit Besuffliput in sein Nasenloch. Mit einem gewaltigen Nieser werden die beiden wieder ausgespuckt. Damit ist bewiesen, dass der Riese gut ist und am Leben bleiben kann.

Drittes Bild
Der König hat nicht gut geschlafen und möchte gerne in Ruhe frühstücken. Doch seine Minister liegen ihm mit Klagen in den Ohren: Der Riese esse zu viel und ist zu teuer, darum müsse er sterben. Auch seine Tochter Rosalila liegt dem König schon wieder mit Klagen in den Ohren, sie will den Ring des Riesen haben. Doch noch bevor eine Entscheidung getroffen werden kann, greift die Flotte der Blefuscudier an. Verzweifelt bitten die Liliputaner Gulliver um Hilfe. Bereitwillig geht er ins Meer und zieht die feindlichen Schiffe auf eine ferne Sandbank. Damit ist Liliput erst einmal sicher und feiert den Riesen als Held.

Viertes Bild
Gulliver möchte Vaniliput sagen, wie lieb er sie hat. Doch er traut sich nicht richtig. Vaniliput denkt nur daran, wie sie endlich den Krieg mit Blefusco beenden kann. In diesem Moment beginnt es ganz plötzlich im Königspalast zu brennen. Doch die Feuerwehr hat kein Wasser mehr, um das Feuer zu löschen. Sie hatten Gulliver am Morgen alles zu trinken gegeben. Um das Feuer zu löschen, pinkelt Gulliver auf den Palast.

Fünftes Bild
Auch wenn Gulliver dadurch Liliput erneut gerettet hat, sind alle entsetzt, dass er seine Blase auf dem Palast entleert hat. Das gilt als Respektlosigkeit und erneut benutzen Skyresch und Rosalila die Gelegenheit, um Gulliver zum Tode zu verurteilen.

Sechstes Bild
Um sich zu retten, dreht Gulliver an dem magischen Ring und hört im selben Moment die Flotte von Blefusco kommen. Die Blefuscudier sind ihm dankbar, dass er sie nicht getötet hat und kommen, um Gulliver zu retten. Gulliver versucht Vaniliput zu überzeugen, ihn zu begleiten, doch sie muss in Liliput bleiben und sich um die Friedensverhandlungen kümmern. Während sich Gulliver heimlich davonschleicht, präsentiert Vaniliput dem staunenden Volk ihr rundes Ei. Alle sind erleichtert, denn nun muss es keinen Krieg mehr mit Blefusco geben.
Nur Skyresch ist wütend – wenn es keinen Streit mehr gibt, dann kann er keinen Krieg mehr führen. Auch Rosalia ist enttäuscht und denkt nur an den roten Rubin-Ring, mit dem sich Gulliver auf und davon gemacht hat. Alle anderen feiern glücklich und sind froh, dass es keinen Krieg mehr gibt und alle Parteien eingesehen haben, dass alle Menschen
gleich sind.

Weitere Termine

>> 25.11.2017, 18:00 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
>> 28.11.2017, 11:00 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
>> 12.06.2018, 11:00 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
>> 04.07.2018, 11:00 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
>> 11.07.2018, 11:00 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
[e]