Impressum21
Spielplan
Düsseldorfer Schauspielhaus

 mehr
Printversion
  Details - Tagesaktuell
 zurück151
Hänsel und Gretel
Märchenspiel in drei Bildern

Text von Adelheid Wette nach den Brüdern Grimm

zum letzten Mal in dieser Spielzeit
 
So 14.01.2018, 18:00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
Karten: 19 - 90 € Ticket
 
Spieldauer: Duur: ca. 2 ¼ uur, één pauze
Duration: about 2 ¼ hours, one interval
Dauer: ca. 2 ¼ Stunden, eine Pause
„Es ist eigentlich eine Geschichte für Kinder, aber im Herzen sind wir alle Kinder“, soll Engelbert Humperdinck (1854–1921) gesagt haben. Geschaffen hat er eine Märchenoper par excellence, die sich nicht nur wegen ihres Geschehens, sondern auch wegen ihrer gelungenen Mischung aus spätromantischer Orchestersprache und volkstümlichen Melodien wie „Suse, liebe Suse“, „Brüderchen, komm tanz mit mir“ oder „Ein Männlein steht im Walde“ bei allen Generationen größter Beliebtheit erfreut. Während die Älteren in Erinnerungen schwelgen und sich an ihre Kindheit erinnert fühlen, sind die jüngsten Zuschauer vor allem gespannt darauf, wie es den beiden armen Besenbinderkindern gelingt, die Hexe Rosina Leckermaul zu überlisten und die verzauberten Lebkuchenkinder zu befreien. Das ist einfach märchenhaft.

Seit 1969 steht Andreas Meyer-Hannos „Hänsel und Gretel“-Inszenierung nun schon auf dem Spielplan der Deutschen Oper am Rhein. Das beweist, wie beliebt diese Oper von Engelbert Humperdinck noch immer ist und welcher Grad an Nostalgie ihr innewohnt. Jede Inszenierung unterliegt über Jahrzehnte im Repertoirebetrieb einem Verschleiß – sei es, dass Bühnenelemente und Kostüme abnutzen oder auch die Choreographie mancher Szenen von dem „Original“ abweicht. In der Ära von Grischa Barfuss wurde die Produktion 1978 bereits einmal komplett überarbeitet. Spielleiterin Esther Mertel wird „Hänsel und Gretel“ in der Spielzeit 2015/16 mithilfe der Bühnenbildskizzen, Kostümfigurinen und Fotos der Premiere liebevoll rekonstruieren und neu einstudieren. Auch die Möglichkeiten der Beleuchtung haben sich in den letzten vierzig Jahren verändert. Volker Weinhart hat basierend auf alten Aufzeichnungen mit neuen Mitteln ein märchenhaftes Lichtkonzept entwickelt, damit die von Jung und Alt geliebte Produktion in neuem Glanz erstrahlen kann.

Inhalt
DAHEIM

Hänsel und Gretel leben mit ihren Eltern in einer ärmlichen Hütte am Waldrand. Die Kinder sind allein zu Hause. Anstatt die ihnen aufgetragene Hausarbeit zu verrichten und dem Vater beim Besenbinden zu helfen, beginnen sie zu spielen. Die Mutter weist sie zurecht und verschüttet dabei die Milch für das Abendessen. Zur Strafe schickt die Mutter Hänsel und Gretel in den Wald um Beeren zu sammeln. Der Vater kehrt mit reichlichem Abendessen zurück und vermisst die Kinder. Die Eltern sorgen sich, sie könnten der bösen Hexe auf dem Ilsenstein begegnet sein und begeben sich auf die Suche.


IM WALD

Die Kinder dringen immer tiefer in den Wald und geraten in die Nähe des Ilsensteins. In der Dunkelheit finden sie den Heimweg nicht mehr. Der Schlaf übermannt sie und das Sandmännchen verspricht ihnen schone Traume. Die Kinder beten den Abendsegen und schlafen von 14 Engeln beschützt ein.


DAS KNUSPERHÄUSCHEN

Am Morgen weckt das Taumännchen die Kinder. Sie entdecken ein Lebkuchenhaus und beginnen, daran zu knabbern. Doch in dem Haus wohnte eine böse Hexe. Sie lockt die beiden mit ihren Köstlichkeiten an. Als die Kinder ins Knusperhaus eintreten,
zeigt sie ihr wahres Gesicht. Sie mästet Hänsel in einem Käfig, um ihn als Festmahl zu verspeisen. Gretel soll den Ofen anheizen. Es gelingt ihr mit einem Trick, die Hexe selbst in den Ofen zu stoßen. Dadurch sind alle Kinder, die von der Hexe in Lebkuchen verwandelt wurden, erlöst. Von ihrem Jubelgesang begleitet, schließen die Eltern ihre Kinder in die Arme.
[e]