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Madama Butterfly
Tragedia giapponese in drei Akten
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach einem Bühnenstück von David Belasco

Eine Koproduktion mit dem Festival Castell de Peralada

Premiere
 
Sa 18.11.2017, 19:30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
Karten: 29 - 100 € Ticket
 
Spieldauer: Duration: about 3 hours, one interval
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
Duur: 3 uur, één pauze
Giacomo Puccinis (1858–1924) Oper „Madama Butterfly“ basiert auf einer wahren Begebenheit. Es ist überliefert, dass im Haus des schottischen Botschafters in Nagasaki eine Geisha mit ihrem unehelichen Sohn gelebt und schließlich Selbstmord begangen hat. Dieser historische Fall wurde dem amerikanischen Schriftsteller John Luther Long 1897 von seiner in Nagasaki lebenden Schwester erzählt. Der Theaterautor David Belasco wandelte Longs Novelle in ein Broadwaystück um. Puccini sah dieses auf einem Gastspiel in London und es inspirierte ihn zu seiner Oper „Madama Butterfly“. Auch wenn er den Text nicht in Gänze verstand, da seine Englischkenntnisse eher rudimentär waren, so berührte ihn diese „Tragödie einer Japanerin“ zutiefst, und das Ambiente, in dem westliche und japanische Kultur aufeinandertrafen, schien ihm eine gute Basis für ein neues Opernprojekt.

„Madama Butterfly“ handelt wie kaum ein anderes Werk vom Zusammenprall zweier Kulturen: Der in Nagasaki stationierte amerikanische Offizier Pinkerton ist von der japanischen Geisha Cio-Cio-San fasziniert, will sie für eine Nacht besitzen und heiratet sie zu diesem Zweck nach japanischem Brauch. Um ihre Gefühle, ihre Kultur und Lebensweise schert er sich nicht. Konsul Sharpless ahnt dies und warnt Pinkerton, dass die junge Frau sein Eheversprechen ernst nehmen könnte. Dennoch geht Pinkerton den Bund ein, kehrt dann aber nach nur einer gemeinsamen Nacht nach Amerika zu seiner Verlobten Kate zurück. Als er drei Jahre später mit seiner Frau nach Nagasaki kommt, erwartet ihn Butterfly mit einem Kind. Pinkerton weist sie zurück, möchte aber das Kind in die westliche Welt mitnehmen. Cio-Cio-San begreift, dass sie nur benutzt wurde, und begeht Seppuku, rituellen Selbstmord, um ihre Ehre wiederherzustellen.

Für Regisseur Joan Anton Rechi ist die Tragödie der Cio-Cio-San eine der traurigsten Geschichten, die in einer Oper je erzählt wurden. In Alfons Flores’ poetischen Bühnenräumen zeigt er in eindrucksvollen Bildern, wie sich die junge Frau in ihre Liebe zu ihrem abwesenden Ehemann Pinkerton hineinsteigert, und schließlich nicht nur ihre Illusionen, sondern auch ihr Leben verliert.

Inhalt
ERSTER AKT

Der amerikanische Marineoffizier Benjamin Franklin Pinkerton sucht für die Zeit seiner Stationierung in Japan ein Haus in Nagasaki. Mit Goro, Makler und Heiratsvermittler, schließt er nach japanischer Tradition einen Vertrag, der ihm ein Haus und eine japanische Braut, das Geisha-Mädchen Cio-Cio-San, auch „Butterfly“ genannt, für eine Dauer von 999 Jahren zusichert. Dass Pinkerton jederzeit ebenso seine Ehe annullieren wie den Mietvertrag widerrufen kann, ist der Clou dieser Vereinbarung.

Am Hochzeitstag wartet er ungeduldig auf seine Braut. Für ihn ist das japanische Hochzeitszeremoniell nicht mehr als eine lästige Notwendigkeit, die er schnell hinter sich bringen will. Zunächst begrüßt ihn der amerikanische Konsul Sharpless. Angesichts Pinkertons Schwärmerei über die unverbindlichen Haus- und Hochzeitsverträge erteilt er ihm den Rat, nicht zu unbesonnen mit diesem Bündnis umzugehen. Cio-Cio-San wiederum nimmt die Ehe sehr ernst. So hat sie sich bereits auf dem amerikanischen Konsulat nach Amerika erkundigt und in der christlichen Mission den Glauben ihres Bräutigams angenommen.

Als Cio-Cio-San mit ihren Freundinnen und Verwandten erscheint, kann die Zeremonie vollzogen werden. Die anschließende Hochzeitsfeier wird durch das Erscheinen des wütenden Onkel Bonzo jäh gestört. Er hat erfahren, dass Butterfly ihren japanischen Glauben abgelegt hat und verflucht sie; auch die übrige Familie wendet sich von ihr ab.
Am Abend wird Butterfly von ihrer Dienerin Suzuki für die Hochzeitsnacht zurechtgemacht. Der verliebte Pinkerton kann es kaum abwarten, mit seinem „Spielzeug“ allein zu sein. Butterfly gesteht ihm ihre aufrichtige Liebe.


ZWEITER AKT

Drei Jahre sind seit Pinkertons Abreise vergangen. – Von der Gesellschaft und Familie isoliert, lebt Butterfly allein mit Suzuki. Während Butterfly unbeirrt Tag für Tag auf die Rückkehr ihres Gatten wartet, hegt Suzuki Zweifel, ob Pinkerton sein Versprechen hält und wiederkommt.

Sharpless sucht Butterfly auf, um ihr einen Brief von Pinkerton auszuhändigen. Sein Versuch, sie behutsam darauf vorzubereiten, dass Pinkerton zwar auf dem Weg nach Japan ist, allerdings nicht ihretwegen, scheitert. Cio-Cio-San verhindert, dass er ihr den Brief mit der bitteren Wahrheit vorlesen kann.

Trotz Geldnot weist sie den reichen, um sie werbenden Yamadori zurück. Zu fest glaubt sie an ihre „amerikanische“ Ehe, die im Gegensatz zur japanischen bindend sei. Als Sharpless ihr rät, Yamadoris Antrag anzunehmen, präsentiert Butterfly ihr Kind, Pinkertons Sohn – für sie Symbol für ihre absolute Bindung zu Pinkerton.

Ein Kanonenschuss kündigt die Ankunft eines Schiffes an. Butterfly ist sich gewiss: es muss Pinkerton sein. Zum Empfang verstreut sie mit Suzuki Blumen und wartet mit dem Kind die ganze Nacht auf Pinkerton.


DRITTER AKT

Bei Tagesanbruch ist Pinkerton immer noch nicht eingetroffen. Butterfly legt sich erschöpft schlafen. Schließlich erscheinen Sharpless und Pinkerton in Begleitung seiner neuen Frau Kate. Sharpless offenbart Suzuki, dass das Ehepaar gekommen ist, um das Kind nach Amerika mitzunehmen. Pinkerton, der ein Wiedersehen mit Butterfly scheut, entzieht sich der Situation und flieht.

Weitere Termine

>> 24.11.2017, 19:30 Uhr | 
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
>> 05.12.2017, 19:30 Uhr | 
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
>> 08.12.2017, 19:30 Uhr | 
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Theater Duisburg / Duisburg
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