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Maria Stuarda
Tragedia lirica in drei Akten nach Friedrich von Schiller
Libretto von Giuseppe Bardari

So 14.01.2018, 15:00 Uhr
Theater Duisburg / Duisburg
Karten: 18 - 62 € Ticket
 
Spieldauer: Duur: ca. 2 ½ uur, één pauze
Duration: approx. 2 ½ hours, one interval
Dauer: ca. 2 ½ Stunden, eine Pause
Friedrich Schillers historische Dramen waren für die italienische Oper des 19. Jahrhunderts häufig ideale Vorlagen. In seiner 1800 uraufgeführten „Maria Stuart“ steht der Konflikt der englischen Königin Elisabeth I. mit ihrer schottischen Halbschwester Maria Stuart im Mittelpunkt. Mit wenigen Änderungen konnte Giuseppe Bardari aus diesem Schauspiel ein Libretto entwickeln, und eine schöne und unglückliche Heldin ist im Belcanto ohnehin die ideale Titelfigur. Ungewöhnlich reizvoll waren für Gaetano Donizetti (1797–1848) zwei gleichgewichtige weibliche Hauptrollen, auch wenn die Konfrontation zweier Diven bei der Uraufführung zu einigen Konflikten führen sollte. Nach zahlreichen, auch politischen Querelen im Vorfeld feierte „Maria Stuarda“ am 30. Dezember 1835 Premiere an der Mailänder Scala. Aufgrund der Indisposition der Hauptdarstellerinnen blieb der Erfolg jedoch aus und erst seit seiner Wiederaufführung in Donizettis Heimatstadt Bergamo 1958 ist dieses Werk regelmäßig auf den Spielplänen zu finden. Seine packende Musik, in der sich sowohl die Dramatik des Konfliktes als auch die Einsamkeit der eingekerkerten Maria spiegelt, zählt zu dem Schönsten, was Donizetti je komponiert hat.

Maria Stuart wurde in Schottland der Beihilfe zum Mord an ihrem Gatten angeklagt und nach ihrer Flucht in England inhaftiert. Seit 18 Jahren wartet sie auf ein Urteil durch Elisabeth I., die sich trotz Drängen ihres Beraters Lord Cecil nicht durchringen kann, über ihre Halbschwester das Todesurteil zu verhängen. Freisprechen kann sie Maria aber auch nicht, da diese dann erneut Ansprüche auf die englische Krone geltend machen könnte. Graf Leicester, der in Maria verliebt ist, legt bei der Königin ein gutes Wort für sie ein und bringt sie gar dazu, einem Treffen zuzustimmen. Allerdings ist er so unvorsichtig, seine Leidenschaft durchblicken zu lassen, und für Elisabeth, die wiederum den Grafen liebt, wird der Konflikt damit persönlich. In der Konfrontation wirft sie Maria Heuchelei vor, schließlich habe sie Schuld am Tod ihres Gatten. Maria wiederum beschimpft die Königin als „Bastard“, der widerrechtlich auf dem Thron sitze. Schlussendlich unterschreibt Elisabeth das Todesurteil und Maria wird hingerichtet.

Der flämische Regisseur Guy Joosten, der an der Deutschen Oper am Rhein zuletzt Verdis „Don Carlo“ inszenierte, ist ein Spezialist für die Werke des Belcanto, wie u.a. seine Interpretationen von „Lucia di Lammermoor“ und „Lucrezia Borgia“ in Brüssel zeigten. Die packenden Konflikte und Machtspiele in Donizettis Oper setzt er im Team mit dem Bühnenbildner Roel Van Berckelaer in Szene.

Inhalt
Vorgeschichte

Nach dem Tod ihres Ehemanns wurde die schottische Königin Maria Stuarda des Mordes bezichtigt und suchte Schutz bei ihrer Cousine Elisabetta I. in England. Doch diese ließ sie, auch auf Rat von Lord Cecil, inhaftieren.


Erster Akt

Das englische Volk bittet Elisabetta, den Heiratsantrag des französischen Königs anzunehmen, doch die Königin lehnt ab. Auch eine Begnadigung und Freilassung Maria Stuardas, die gefordert wird, kommt für sie nicht in Frage.

Maria ist seit nunmehr 18 Jahren in Gefangenschaft und wird dort ihren Vertrauten Anna Kennedy und Giorgio Talbot umsorgt. Talbot übergibt Roberto, dem Grafen von Leicester, eigentlich ein enger Vertrauter Elisabettas, heimlich einen Brief Marias, in dem sie den Grafen um Hilfe bittet und ihn ersucht, ein Treffen zwischen ihr und der englischen Königin zu arrangieren.

Sich in Liebesbeteuerungen verlierend, erklärt Leicester, Maria befreien zu wollen. In seiner Erregung begegnet er Elisabetta, die ihn nach dem Grund seines Gemütszustandes fragt. Ertappt übergibt er Elisabetta den Brief. Die Königin ist über des Grafen Zuneigung zu ihrer Rivalin wenig begeistert, dennoch kann er sie zu einem Treffen mit der Gefangenen überreden.


Zweiter Akt

Noch immer wartet Maria Stuarda auf eine Antwort ihrer Cousine, als sie hört, wie sich Männer nähern. Maria ist zunächst verängstigt, möchte fliehen. Doch der Graf von Leicester, dem Gefolge Elisabettas vorauseilend, rät Maria eindringlich, der englischen Königin demütig entgegenzutreten. Maria folgt seinem Rat. Als Elisabetta jedoch, empört über den Stolz der schottischen Königin, die vor ihr Kniende verhöhnt, erträgt Maria keine weiteren Demütigungen. Sie beschimpft die englische Königin als Bastard, erklärt deren Regentschaft für unrechtmäßig und sich selbst zur eigentlichen Thronfolgerin Englands. Elisabetta eilt erzürnt davon und beschließt, Maria zum Tode zu verurteilen.


Dritter Akt

Elisabetta ist im Begriff, das Todesurteil Marias zu unterschreiben, doch getrieben von ihrem schlechten Gewissen, ihre Cousine hinrichten zu lassen, zögert sie. Lord Cecil versucht sie zur Unterschrift zu drängen, aber erst das Eintreffen des Grafen von Leicester lässt sie ihren Namen unter das Schriftstück setzen. Seine heimliche Liebe zu Maria kann sie nicht ertragen und zwingt ihn, die spätere Hinrichtung mit anzusehen.

Maria nimmt das ihr überbrachte Todesurteil gefasst auf. In Vorbereitung auf die bevorstehende Hinrichtung nimmt Talbot ihr die letzte Beichte ab und erteilt ihr die Absolution. Maria nimmt Abschied von ihren Freunden und wendet sich an Lord Cecil, der englischen Königin ihren Segen und ihre Verzeihung zu überbringen. Ein letztes Mal spricht sie mit Leicester, bevor sie sich als Märtyrerin zu ihrer Hinrichtung begibt.

Weitere Termine

>> 30.05.2018, 19:30 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
>> 08.06.2018, 19:30 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
>> 16.06.2018, 19:30 Uhr | 
Theater Duisburg / Duisburg
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