Impressum21
Spielplan
Schauspiel Köln

 mehr
Printversion
  Details - Tagesaktuell
 zurück151
Wo die wilden Kerle wohnen
Fantastische Oper in einem Akt von Oliver Knussen
Text von Maurice Sendak

Premiere
 
So 04.02.2018, 11:00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
Karten: 8 - 18 € Ticket
Musikalische Leitung
Bühne und Kostüme
Onkel/Bart- und Ziegenkerl
Onkel/Hornkerl
Großmutter/Hahnkerl
Vater/Bullenkerl
 
Spieldauer: Dauer: ca. 45 Minuten, keine Pause
Duur: ca. 45 minuten, geen pauze
Duration: approx. 45 minutes, no interval
Generationen von Kindern kennen Maurice Sendaks Bilderbuch-Klassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ von 1962. Für die Vertonung des nur 333 Wörter umfassenden Buches durch den britischen Komponisten Oliver Knussen (*1952) schrieb Sendak selbst das Libretto. Der Komponist malte die Welt der wilden Inselbewohner in an Debussy und Ravel erinnernden leuchtenden Klangfarben aus. Die wilden Kerle singen sogar in einer eigenen Fantasiesprache, welche die Autoren eigens für ihre Oper erfunden haben. Inzwischen gilt ihr 1984 uraufgeführtes Werk als Klassiker der Familienoper des 20. Jahrhunderts.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Als der kleine Max wieder einmal mit Wolfsgeheul durch die Wohnung tobt, schickt ihn seine Mutter ohne Abendessen ins Bett. Plötzlich verwandelt sich sein Zimmer und er gelangt zu einer einsamen Insel, auf der seltsame Kreaturen, die wilden Kerle, leben, die den ganzen Tag über herumtollen. Bald wird Max zu ihrem Häuptling ernannt und genießt die Ausgelassenheit, bis es ihm schließlich zu bunt wird und er seine neuen Spielkameraden ohne Essen schlafen schickt. Er bekommt Heimweh und beschließt, die Insel zu verlassen. Zwar wollen ihn die wilden Kerle nicht ziehen lassen, doch Max lässt sich nicht davon abbringen und kehrt heim. Dort wartet sein Abendessen auf ihn und er kann endlich seinen Hunger stillen.

So, wie Sendak sein Bilderbuch dem Medium der Oper anpassen und eine Grundlage für Knussens Musik schaffen musste, gilt es für jedes Regieteam, einen Weg zu finden, die zweidimensional gezeichneten wilden Kerle aus dem Bilderbuch zu lebendigen Wesen werden zu lassen. Oliver Knussens dicht komponierte Musik entwickelt eigene Bilder, in denen die Verwandlung von Max’ Umwelt in seine Fantasiewelt deutlich wird. Der im Alltag erlebte Konflikt setzt sich auf der Insel der wilden Kerle fort und findet seine Auflösung schließlich wieder in der Versöhnung mit der Mutter. Regisseur Philipp Westerbarkei und Bühnen- und Kostümbildnerin Tatjana Ivschina lassen diese Transformation der Erwachsenenwelt in die der wilden Kerle live auf der Bühne geschehen. Mit Knussens Musik verwandeln sich die Mutter und die restliche Familie in die wilden Kerle, die Spielkameraden, die Max gerne in ihnen sehen würde.

Inhalt
Max’ Eltern geben ein festliches Familienessen. Alle Verwandten sind eingeladen. Nur Max soll in seinem Zimmer bleiben und die Erwachsenen nicht stören. Dabei will er doch nur spielen, herumtoben und Unsinn machen. Er tut alles, um die Aufmerksamkeit der Familie zu bekommen.
Mit seinem Wolfsgeheul reizt er seine Eltern so lange, bis der Mutter schließlich der Kragen platzt: Sie schickt Max ohne Abendessen ins Bett. Dem Jungen gefällt das ganz und gar nicht und er verwüstet voller Zorn sein Zimmer.
In seiner Wut über die „blöden“ Erwachsenen träumt sich Max in eine ferne Welt, in der sich seine Verwandten in tierische Spielgefährten verwandeln – die wilden Kerle. Immer an seiner Seite ist sein Kuscheltier, ein lebendig gewordenes Äffchen, das ihn auf seinem Abenteuer begleitet.
Vom unheimlichen Knurren und lauten Brüllen der Kerle lässt sich Max nicht einschüchtern. Als er sie streng auffordert, still zu sein, krönen sie Max aus lauter Ehrfurcht zu ihrem König. So regiert Max, der „wildeste Kerl“ von allen, und bestimmt was gespielt und wie getobt wird.
Irgendwann treiben es die wilden Kerle zu bunt und auch Max hat genug von dem Spektakel. Erschöpft greift er durch und schickt sie ohne Essen ins Bett. Doch plötzlich fühlt sich Max einsam. Aus Sehnsucht nach seiner Mutter und seinem Zuhause beschließt er, die wilden Kerle zu verlassen, die ihn aber nicht gehen lassen wollen. Doch mithilfe seines Kuscheltiers entflieht Max der Welt der wilden Kerle und erwacht in seinem Zimmer. Seine Mutter kommt zu ihm und bringt ihm einen Teller seiner Lieblingssuppe mit.

Weitere Termine

>> 06.02.2018, 10:00 Uhr | 
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
>> 09.02.2018, 18:00 Uhr | 
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
>> 15.04.2018, 11:00 Uhr | 
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
>> 21.06.2018, 11:00 Uhr | 
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
>> 03.07.2018, 11:00 Uhr | 
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
[e]