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Theater Hagen

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b.36
Do 12.07.2018, 19:30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf / Düsseldorf
Karten: 19 - 90 €
Musikalische Leitung
 
Spieldauer: Dauer b.36: ca. 3 Stunden, eine Pause
Duration b.36: approx. 3 hours, one interval
Duur b.36: ca. 3 uur, één pauze
Es ist das berühmteste Ballett aller Zeiten: „Schwanensee“ zur Musik von Peter I. Tschaikowsky mit der Geschichte um den Prinzen Siegfried, der sich in die in einem bösen Zauber gefangene Schwanenkönigin Odette verliebt. Seit seiner Uraufführung 1877 am Moskauer Bolschoi-Theater hat es zahlreiche Deutungen erfahren. Als sein Inbegriff zählt bis heute Marius Petipas und Lew Iwanows legendäre St. Petersburger Choreographie aus dem Jahre 1895.

Mehrfach hat Martin Schläpfer in den vergangenen Jahren den „Schwanensee“-Stoff und Iwanows Bewegungsmaterial der beiden Weißen Akte umkreist – sei es in seinem 2007 uraufgeführten Tschaikowsky-Ballett „Pathétique“ oder in der für das Ballett am Rhein entstandenen Choreographie „Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“, die er zunächst als „seinen ‚Schwanensee‘“ bezeichnete. Doch die märchenhafte Geschichte und Tschaikowskys Komposition lassen Martin Schläpfer nicht los, so dass er 2018 nun seine eigene Interpretation von „Schwanensee“ präsentieren wird: als ein Künstler von heute, aber mit der für ihn so typischen, die Vergangenheit respektierenden Freiheit und den charakterstarken Tänzerpersönlichkeiten des Balletts am Rhein.

Neben kürzeren, oft abstrakt gehaltenen Werken zeigte sich Martin Schläpfer in den letzten Jahren immer wieder als ein Meister der großen Form. In Balletten wie „Ein Deutsches Requiem“, „DEEP FIELD“, „7“, „Neither“ oder „Nacht umstellt“ brachte er die Brüchigkeiten des Lebens und seine elementaren Geschichten, das Fragen nach menschlichen Beziehungen, nach Heimat und Ausgestoßensein, nach Realitäten und ihren utopischen Gegenwelten auf die Tanzbühne und ließ dabei auf faszinierende Weise das Unbegreifliche, Nichtsichtbare sichtbar werden – Fragestellungen, die sich auch in dem romantischen „Schwanensee“-Märchen finden, mit all seinen „Dunkelheiten, psychischen Geheimnissen und Archetypen“ (Martin Schläpfer).
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