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Nach Manila
So 14.01.2018, 18:30 Uhr
Theater Dortmund - Studio / Dortmund
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Veranstalter
Nach Manila - Uraufführung

im Megastore

Ein Passionsspiel nach Ermittlungen auf den Philippinen. Von Laokoon

350 Millionen Fotos werden täglich auf Facebook hochgeladen, 80 Millionen auf Instagram, über 400.000 Stunden Videos auf Youtube. Darunter auch jede Menge Unzumutbares: Vergewaltigungen, Sex mit Kindern und Tieren, jede erdenkliche Form von brutaler Gewalt – aber auch harmlosere Bilder, die Facebook & Co. trotzdem als pervers einstufen. Um der Flut an unerwünschten Bildern Herr zu werden, beauftragen die Unternehmen Firmen auf den Philippinen, die für sie alles aussortieren, was die Nutzer nicht zu sehen bekommen sollen. Doch warum ausgerechnet Philippinos? Die These: Sie seien besonders geeignet, das westliche Moralempfinden nachzuvollziehen, weil sie katholisch sind: Ein Erbe der Kolonisierung durch die Spanier. Für die Betreiber der Sozialen Netzwerke ist das Problem gelöst, sobald das Foto oder Video gelöscht ist. Nicht so für die häufig noch jungen Philippinos, die über die verschwundenen Inhalte nicht reden dürfen. Viele von ihnen leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen, wie man sie sonst nur von Soldaten nach Kriegseinsätzen kennt. Wie weit geht ihr Opfer? War es einmal Christus, der die Sünden der Welt auf sich nehmen wollte, so sind es nun die katholischen Philippinos, die diesen Job für uns übernehmen. Ereignet sich hier die Passionsgeschichte des Internetzeitalters?

Nach umfangreichen Ermittlungen auf den Philippinen im Frühjahr 2016 berichteten zahlreiche große Medien über die Recherche von Regisseur Moritz Riesewick, Kopf der Gruppe Laokoon. Den beeindruckenden Pressespiegel zwischen ZDF aspekte, Tagesthemen, TAZ und Süddeutscher Zeitung finden Sie hier.

Die Gruppe Laokoon, u.a. Moritz Riesewieck, Tina Ebert, Frederik Floen, Christian Maith, fahndet nach dem Unfassbaren hinter der Realität. LAOKOON, von griech. laós [Krieger] und koeo [schauen], ist der Name eines trojanischen Priesters. Er sieht als einziger den Betrug und die Gefahr, die das hölzerne Pferd in sich verbirgt.

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung


BESETZUNG

Mit: Björn Gabriel, Caroline Hanke, Merle Wasmuth, Raafat Daboul, Dortmunder Sprechchor

Konzept und Text: Laokoon
Regie: Moritz Riesewieck
Bühne: Christian Maith
Kostüme: Miriam Marto
Video-Art: Mario Simon
Sound: Hans Block
Dramaturgie: Tina Ebert, Alexander Kerlin
Licht: Stefan Gimbel
Ton: N.N.
Regieassistenz: Wiebke Rüter, Laura N- Junghanns
Bühnenbildassistenz: Yaroslava Sydorenko
Kostümassistenz: Ellena-Katharina Bruchhäuser
Videoassistenz: Julia Gründer
Inspizienz: Tilla Wienand
Soufflage: Ruth Ziegler

Weitere Termine

>> 20.01.2018, 20:00 Uhr | 
Theater Dortmund - Studio / Dortmund
>> 03.02.2018, 20:00 Uhr | 
Theater Dortmund - Studio / Dortmund
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