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Die Parallelwelt
Fr 07.12.2018, 19:30 Uhr
Theater Dortmund - Schauspielhaus / Dortmund
Karten: Ticket
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Veranstalter
Die Parallelwelt

Eine Simultanaufführung zwischen dem Berliner Ensemble und dem Schauspiel Dortmund
von Alexander Kerlin, Eva Verena Müller und Kay Voges

Zwei Theater, zwei Bühnen, zwei Zuschauerräume mit einem verdoppelten Publikum in zwei Städten - und die bildgewaltige, fantastische Geschichte eines Lebens, das sich selbst gegenübersteht und dann weiterverzweigt, in einer endlosen Spirale der Möglichkeiten.

Die zwei siebenköpfigen Schauspielensembles auf den Bühnen im Berliner Ensemble und im Schauspiel Dortmund spielen zeitgleich miteinander Theater. Sie sind, wie das Publikum, zugleich voneinander getrennt und doch sicht- und hörbar miteinander verbunden, in Echtzeit: durch ein Glasfaserkabel, das Bilder und Töne in Lichtgeschwindigkeit über 420,62 Kilomenter Luftlinie zwischen Dortmund und Berlin hin- und hertransportiert.

In wechselnden Rollen erzählen die Schauspielerinnen und Schauspieler gemeinsam die Geschichte eines Menschen, nennen wir ihn Fred, in sieben Stationen. Es sind Momentaufnahmen, in denen starke Emotionen und grundlegende Fragen sich zu einem dramatischen Augenblick des Lebens verdichten: Geburt, Kindheit, erste Liebe, Hochzeit, Trennung, Alter, Tod.

In Die Parallelwelt verlaufen die Geschichten jedoch nicht parallel, sondern gegenläufig. Berlin erzählt von der Geburt bis zum Tod, und Dortmund umgekehrt. Spätestens in der Mitte dieses Lebens jedoch, als sich während Freds Hochzeit ein Riss in der Raumzeit auftut und die beiden Festgesellschaften sich selbst gegenüberstehen, geraten alle Sicherheiten über unser Dasein endgültig ins Schwanken. Die Naturgesetze spielen verrückt, die Bilder der Wirklichkeit beginnen zu tanzen.

Doch was ist real? Alles, was sich messen lässt? Welche anderen Wirklichkeitsräume gibt es und welchen Einfluss haben sie auf unser Leben? Was ist mit Traum und Fantasie, mit Gedanke und Wunsch? Erschaffen wir die Welt in unserer Vorstellung oder können wir uns nur vorstellen, was der Fall ist? Was aber ist der Fall? Für wen? Und wo? Welche Weltinnenräume teilen wir mit wem genau, seitdem der digitalisierte Erdball gefühlt auf einen Punkt zusammengeschrumpft ist, auf dem es keine Abstände mehr gibt?

Und was, wenn die uns bekannte Welt mit ihren Menschen und Dingen irgendwo im Universum mindestens ein zweites Mal existierte? Und zwar in großer Ähnlichkeit? Was wäre, wenn all die großen, intensiven Momente im Leben nicht durch ihre Unverwechselbarkeit glänzten, sondern sich gleichen würden wie Kopien? Gibt es ein Entkommen aus vor- und nachgelebten Mustern? Was würde es bedeuten, wenn es uns in jeder möglichen anderen Ausführung und Situation gäbe? Welche Alternativen hätten wir gehabt?

Die Parallelwelt spielt mit der Vervielfältigung von Identitäten im Zusammenspiel mit dem Wandel von Bildern, die sich die menschliche Spezies zu der Welt macht, deren Teil sie ist. Eine überbordende Fantasie der Entgrenzungen. Ein kurzweiliger und philosophischer Albtraum der Auflösung. Und eine Neuzusammensetzung der Welt, wie wir sie kannten.

Nach Das Goldene Zeitalter und Die Borderline Prozession (eingeladen zum 54. Berliner Theatertreffen 2017) entwickeln Kay Voges, Alexander Kerlin, Eva Verena Müller und Team wieder gemeinsam einen Theaterabend, der die Ränder des Erzählens auslotet und die Grenzen zwischen Theater, Film und Netz niederreißt – diesmal in Koproduktion und als Simultanaufführung zwischen dem Berliner Ensemble und dem Schauspiel Dortmund.

>> Ab sofort gibt es ein besonderes Angebot: Mit einem Theaterticket für Die Parallelwelt aus der jeweils anderen Stadt kommt jede/r BesucherIn um 50% vergünstigt in die Vorstellung. Infos und Tickets unter 0231/50 27 222.



Besetzung

in DORTMUND mit: Andreas Beck, Frank Genser, Bettina Lieder, Uwe Schmieder, Xenia Snagowski, Friederike Tiefenbacher, Merle Wasmuth
in BERLIN mit: Stephanie Eidt, Oliver Kraushaar, Sina Martens, Annika Meier, Peter Moltzen, Josefin Platt, Owen Peter Read
Und als Samiel: Eva Verena Müller
Statisterie in Dortmund: Lasse Immens / Leonard Walkenhorst, Gianna Cusano, Lisa Goltzsche, Sabine Kleffmann
Statisterie in Berlin: Emil Braun / Ilja Bultmann, Julia Boxheimer, Ulrike Großheim, Ivana Jenjic, Konstantin Kunath

Regie: Kay Voges
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Mona Ulrich
Bildregie & Lichtdesign: Voxi Bärenklau
Video-Design: Mario Simon, Robi Voigt
Musik: T.D. Finck von Finckenstein
Dramaturgie: Sibylle Baschung, Alexander Kerlin, Matthias Seier
Video-Live Schnitt (Dortmund): Mario Simon
Video-Live Schnitt (Berlin): Domenik Wolf
Kamera (Dortmund): Tobias Hoeft, Jan Isaak Voges
Kamera (Berlin): Benjamin Hartlöhner, Miriam Kolesnyk
Network-Engineering: Dominik Bay
Licht (Dortmund): Sibylle Stuck
Licht (Berlin): Benjamin Schwigon
Ton (Dortmund): Gertfried Lammersdorf, Jörn Michutta
Ton (Berlin): Afrim Parduzi, Robert Öser, Mareike Trillhaas
Künstl. Produktionsleitung: Calle Fuhr
Mitarbeit Bühne (Dortmund): Nane Thomas
Mitarbeit Bühne (Berlin): Wiebke Bachmann
Regieassistenz (Dortmund): Bjarne Gedrath
Regieassistenz (Berlin): Akin Isletme
Kostümassistenz (Dortmund): Friederike Wörner
Kostümassistenz (Berlin): Isabel Waluga
Lichtdesignassistenz: Bjarne Gedrath
Videoschnittassistenz (Dortmund): Isabell Höckel, Luna Zscharnt
Techn. Produktionsleitung (Dortmund): Lucas Pleß
Techn. Produktionsleitung (Berlin): Edmund Stier
Inspizienz (Dortmund): Tilla Wienand
Inspizienz (Berlin): Juliane Wolff
Soufflage (Dortmund): Ruth Ziegler
Soufflage (Berlin): Anna Lina Mangold, Elisabeth Zumpe
Strickerinnen der Fred-Pullover: Susanne Claaßen, Ulrike Kegel, Nicole Mefsen (Strickdesign), Andrea Nordhaus, Bettina Tari

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